Tests
  Anbauteile
Enduro-Fahrwerke im Test Sommer 2012

 

 

 

Glätten, ebnen, planieren, egalisieren,

 

glatt bügeln, beruhigen = Endurofahrwerke

 

 

 

Was ist ein Endurofahrwerk?


Erst einmal ist es mit ausreichend Federweg ausgestattet.

 

Aufgrund der variablen Bikenutzung muss es neben dem Federweg aber auch noch

 

verschiedene andere Eigenschaften aufweisen. 170 Millimeter Flow

 

Was den Federweg angeht, so kann man sagen, dass er sich um 160 Millimeter

 

(+/-20 Millimeter) bewegt. Testbike unseres Testteams war ein YT Noton mit einem

 

serienmäßigen Federweg von 170 Millimetern. Somit wählte die Testcrew, um eine

 

Vergleichbarkeit zu gewährleisten, auch bei den Testfahrwerken einen Federweg von 170

 

Millimeter. Das originale Fahrwerk des Bikes aus Forchheim war die Referenz und setzte

 

erwartet hohe Maßstäbe. Die Ansprüche, die das wir an ein Enduro-Fahrwerk stellt sind

 

einfach und schnell beschrieben-

 

es muss in allen „Lebenslagen“ seines Einsatzbereichs funktionieren.

 

Das heißt, es bügelt Unebenheiten wie Wurzeln und Felskanten glatt und bietet ausreichen

 

Stabilität bei schwierigen Trails. Zugleich soll es aber auch zum Touren herhalten.

 

 

 

Wie geht das?


Welche Features ermöglichen es einem Fahrwerk all diese Hürden mit Bravour zu bestehen?


Hier die wesentlichen Anpassungsmöglichkeiten.

 

Im Teamwork arbeitet der Hinterbau mit den Dämpferelementen


Die Arbeit am Heck verrichtet immer die Hinterbaugeometrie zusammen mit dem

 

Dämpferelement, wobei das Dämpferelement die variable Größe zum anpassen der

 

Performance ist. Im Test befanden sich drei Luftdämpfer und ein Stahlfederexemplar.

 

Alle lassen eine Einstellung der Dämpfung zu, was heißt, dass der Fahrer Einfluss auf das

 

Einfederverhalten des Federelements nehmen kann. Parallel dazu lässt sich bei allen die

 

Ausfedergeschwindigkeit beeinflussen, genannte „Rebound“ oder auch Zugstufe.

 

Die Federhärte wird bei Luftdämpfern über Befüllen des Dämpfers mit Luft erreichen.

 

Um einen Coil-Dämpfer anzupassen, muss man passend zum Fahrergewicht die richtige

 

Stahl- oder Titanfeder aussuchen. Zum Auswählen der richtigen Federhärte gibt es im

 

Internet einige brauchbare Anleitungen zur Berechnung. (z.B.www.canecreek.com)


Einen einstellbaren Durchschlagwiderstand konnten drei Dämpfern bieten.

 

Bottom Out nennt man diese Möglichkeit der Einflussnahme auf den Einfedervorgang im

 

oberen Bereich des Federweges (90-100 Prozent Einfederung).

 

Dadurch wird der Einfedervorgang zum Ende des Dämpferwegs „härter“,

 

die Federung wird zum Ende hin progressiv.

 

 

Einzelkämpfer Gabel


Während hinten im Team gearbeitet wird muss die Gabel Federung und Dämpfung allein

 

übernehmen. Vier Luftversionen kämpften im Test tapfer gegen den Coil-Dämpfer des

 

Original-Setups. Bei der Stahlfederversion kann die Federrate im Vergleich zum

 

Luftfederdämpfer wiederum lediglich durch die Wahl der richtigen Feder „eingestellt“ werden.

 

Bei RockShox lässt sich über das mit „Motion Control“ bezeichnete Einstellrad die Druckstufe

 

anpassen. Und da man nie nur die Druckstufe anpasst, ermöglicht der Rebound die

 

Beeinflussung des Ausfedervorganges.


Bei drei Luftdämpfern erfolgt die Anpassung der Druckstufe in zwei verschiedenen Bereichen,

 

dem Lowspeed- und dem Highspeed- Bereich. Lowspeed stellt man auf langsame

 

Fahrwerksbewegungen ein. Diese können als Wippbewegungen vom Fahrer ausgehen

 

oder beim Durchfahren von Bodenwellen entstehen.


Highspeed arbeitet entgegen kurz aufeinander folgender Stöße,  die von außen auf das

 

Fahrwerk einwirken. Beim Überfahren von Wurzelteppichen, aber auch bei Sprüngen mit

 

Landungen im Flachen muss schnell Einfederweg freigegeben werden.

 

 


 

Durch Travel Adjustment können bei drei Systemen durch Absenken der Gabel bessere

 

Bergauf-Geometrien eingestellt werden, womit bei einem verbleibenden Restfederweg die

 

Bodenhaftung des Vorderrades sichergestellt wird.

 

 

Kein einfaches Urteil


Es war allerdings nicht einfach die Stärken und Schwächen herauszufahren, da die heutigen

 

Feder-Dämpfer-Elemente im Endurobereich so sensibel und sauber arbeiten, dass die

 

Funktion aller getesteten Komponenten auf sehr hohem Niveau liegt.

 

 

 

Das Original legt vor


Bei YT wählte man die Paarung RockShox Lyric IS Coil als Vorderradführung und den

 

Marzocchi Roco Air TST R als Dämpfer für das Heck.

 

 

 

 

Die robust überschaubare Technik der Gabel überzeugt schon bei der Vorbereitung durch

 

ihre Einfachheit. Ist die annähernd passende Stahlfeder ausgewählt, stellt man durch einen

 

großen Drehknopf  auf der Gabelkrone die Druckstufe ein. Spätestens ab dem sechsten Click

 

merkt man, dass die Gabel deutlich „härter“ einfedert. Passend dazu befindet sich auf der

 

gleichen Gabelseite, allerdings am Gabelfuß die Zugstufe.

 

 

 


Der Roco Air bietet sich als wunderbaren Partner an. Er ist leicht auf das erforderliche

 

Fahrergewicht durch  eine Anpassung des Luftdruckes in der Hauptkammer über ein

 

Autoventil einzustellen. Wer es hinten etwas weicher mag, der kann getrost mit etwas

 

weniger Luft befüllen, da über die Fünf-Stufen-Druckstufe der Dämpfer-Einfederweg fast

 

komplett blockiert werden kann. Über die Bottom Out- Funktion lässt sich zudem die

 

Endlagendämpfung durch Befüllen des Ausgleichsbehälters mit Luft so weit beeinflussen,

 

dass ein Durchschlag auf Block fast auszuschließen ist.

 

 

 


Die Zugstufe stellt man nach Möglichkeit bei diesem Dämpfer einmal ein und lässt dann die

 

Finger davon. Im eingebauten Zustand lässt sich das Einstellrädchen schlecht bedienen.


Auf dem Trail spielt die Paarung ihre volle Erfahrung aus. Das Bike wurde nun einmal mit

 

diesen Elementen entwickelt! Vorne reagiert die Federung-Dämpfung sensibel auf alle

 

Bodenunebenheiten. Absätze in steil abfallendem Gelände sind kein Problem.

 

Durch ein, zwei Clicks am Druckstufenrad verändert der Fahrer die Performance von einem

 

weichen Flow- Fahrwerk zu einem straffen SetUp mit mehr Stabilität bergab.


Hinten arbeitet der Marzocchi Air unauffällig. Aufgrund der einstellbaren Endlagendämpfung

 

fuhren unsere Tester den Dämpfer eher weicher, so mit 35 Prozent SAG und freuten sich in

 

jeder Situation über regen Bodenkontakt des Hinterrades. Bergrauf hebt sich bei steilen

 

Rampen das Vorderrad vom Boden, da man die Gabel nicht absenken kann und der Dämpfer

 

selbst bei geschlossener Druckstufe bei dem größeren SAG etwas stärker einsackt.

 

Stellt man diesen auf zirka 20 Prozent,

 

dann lässt sich mit dem Noton so manche Tour erleben.

 

 

 

Heavy Metal


Wer das Bike häufiger hart ran nimmt und häufiger im Bikepark unterwegs ist, der ist mit der

 

Stahlfeder- Version des TST R sehr gut bedient.

 

 

 

Alles was der Air kann, kann der Coil auch.


Er ist lediglich etwas robuster und ein klein wenig feinfühliger im Ansprechverhalten,

 

was aus dem Umstand resultiert, dass der große Kolben des Luftdämpfers viel mehr Reibung

 

in den Dichtflächen erzeugt, als die dünne Kolbenstange des Coildämpfers.

 

Bis auf die Federhärte stellt man den Coil- genauso ein wie den Air- Dämpfer.

 

Die Zugstufenverstellung ist zudem besser zu erreichen.

 

 

 

Durch Vorspannen der Feder nimmt man Einfluss auf das Losbrechmoment,

 

den Zeitpunkt an dem die Kraft (Körpergewicht+Stoßkraft),

 

die durch Vorspannen gespeicherte Energie plus Federhärte überwindet,

 

ähnlich dem SAG.


Beide Dämpfer machen alles mit, es gibt kaum Situationen,

 

die sie nicht in den Griff bekommen.

 

 

 

Schwarz und stark

 

Optisch sehr ansprechend komplettierte die 55 er Gabel das Marzocchi-Paket.

 

Den Dämpfer beließ das Team und montierte eine 55 CR Switch TA Gabel.

 

 

 

Die Vorbereitung für die erste  Ausfahrt bereitet keine großen Mühen.

 

Im linken Gabelrohr befüllt man von unten mit Luft.

 

Auf der rechten Seite befindet sich oben die Compression- Einstellung für die Druckstufe,

 

unten am Gabelfuß erreicht man recht gut den Hebel für die Zugstufe.

 

Leider wirkt dieser Kunststoffhebel,

 

im Gegensatz zum tollen Druckstufenrad aus Aluminium billig.

 

 

 

 

Gefühlt ratscht die Rasterung eher wie wenn man ein Kabelbinder anzieht.


Die Bedienung und auch Funktion der Gabelabsenkung hat uns allerdings wieder überzeugt.


Ein kurzer Dreh um ein paar Grad am Hebel oben auf der linken Gabelseite,

 

kurz den Lenker in Richtung Vorderachse belastet

 

und aus 170 Millimetern Federweg werden 130  kletterfähige.

 

 

 

 

 

Wieder ausfahren  folgt der Hebelbewegung in entgegen gesetzter Richtung.

 

Ihre Arbeit verrichtet die 55er bei guter Pflege tadellos.

 

Hin und wieder sollte man das Bike über Nacht auf den Kopf stellen, dann saugen sich die

 

Schaumstoffringe unter den Dichtungen wieder mit Öl voll und garantieren ein weiches

 

Ansprechverhalten aus dem SAG-Bereich heraus.

 

Also unser Tipp – gut geschmiert funktioniert gut und das können wir bestätigen.

 

Zur 55er passt der Roco Air besser, da sind sich unsere Tester einig.

 

Grund dafür ist das etwas geringere Gewicht des Luftdämpfers.

 

 

 

Dadurch fühlt sich das Noton leichtfüßig, fast schon beflügelt an.

 

Die 55er möchte gerne mit etwas mehr Luft gefahren werden, also eher plus ein bar.

 

In Verbindung mit zirka 25 Prozent SAG hinten ergibt sich ein verlässliches Marzocchi Air-

 

Paket  mit ausgewogenen Enduro- Fahrwerksgenen und gut funktionierenden

 

Einstellmöglichkeiten.

 

 

 

Überraschungspaket


SR Suntour, eher bekannt aus dem XC- und Marathon- Zirkus hat uns zwei Gabeln und

 

einen Dämpfer für den Test zur Verfügung gestellt.

 

 

 

 

Bei annähernd gleicher Gabellänge wie Rock Shox

 

stellen beide (sorry) 180 Millimeter Federweg zur Verfügung.

 

Egal, ob Durolux TA RC2 mit Travel Adjust oder die einfache RC2,

 

beide wussten die Tester zu überzeugen.


Die Einstellung der High- und Lowspeed- Druckstufe oberhalb der Gabelkrone, sowie der

 

Zugstufe am Gabelfuß erfolgen auf der rechten Seite. Die Verstellräder sind sauber gefertigt,

 

das Lowspeed- Rad könnte etwas größer oder griffgünstiger geformt sein.

 

Haptisch wirkt es ein wenig fummelig.

 

Bei der TA-Version hat man bei SR oben links auf dem Gabelrohr

 

den Drucktaster für das Travel Adjust platziert.

 

 

 

Während der Fahrt lässt sich die Gabel zwar absenken, aber wieder ausfahren wird

 

schwierig, da man den Knopf gedrückt halten muss und gleichzeitig die Gabel ausfahren soll.

 

Bei der normalen RC2 Version ist im Gegensatz zur TA der Luftanschluss aufgrund fehlender

 

Absenkfunktion oben und nicht unten am Gabelfuß.


Im Gegensatz zu den beiden Gabeln mit ihren tapered Steuerrohren und den 35 Millimeter

 

dicken Gabelrohre erscheint der Durolux RCA-Dämpfer eher filigran.

 

Ohne Piggyback wirkt er gegenüber der Konkurrenz, die mit auffälligen Ausgleichsbehältern

 

arbeitet, optisch unterlegen.

 

 

 

Aufgrund viel Volumens belehrt der Doppelkammerdämpfer das Team aber eines besseren.

 

Die Einstellmöglichkeiten begrenzen sich auf das nötigste.

 

Die passende Federhärte erreicht man wie gewohnt durch Befüllen des Dämpfers mit Luft.

 

In Zusammenwirkung mit dem Hinterbau des Notons mag der RCA etwas mehr Druck.

 

Das heißt plus ein bis zwei bar.

 

Druck- und Zugstufe bieten ein breites Spektrum an Varianten

 

bei denen genügend Freiraum für persönliche Setups vorhanden ist.

 

Die Bedienbarkeit ist gut, die Rasterung für die Zugstufe allerdings ein wenig indirekt.


Auf  dem Trail  folgt weiteres Erstaunen. Die Gabeln arbeiten sehr feinfühlig und schlucken

 

aufgrund des enormen Federwegs und der massiven Standrohre auch gewaltige Schläge.

 

 

 

Über Druck- und Zugstufe lassen sich beide sehr

 

gut an die Begebenheiten jeder Strecke anpassen

 

und machen das Fahren zum Genuss.

 

Unauffällig folgt der Dämpfer dem Pfad.

 

Angepasst ist er schnell und  dann arbeitet er

 

zuverlässig. Geringe Reibung sorgt für schnelles

 

Ansprechen und guten Bodenkontakt.

 

Lediglich bei harten Einsätzen im Bikepark kommt

 

der Dämpfer irgendwann an seine Grenzen.

 

Das große Volumen gewährleistet zwar eine

 

gleichbleibende Performance, aber die fehlende

 

Einstellbarkeit der Enddämpfung fordert den

 

Fahrer hin und wieder dazu auf sein Tempo ein

 

wenig zu vermindern.

 

Dieser gute Endurodämpfer mit guter

 

Funktionalität und sehr geringem Gewicht

 

benötigt wenig Bauraum im Verhältnis

 

zu den drei anderen Testkandidaten.

 

 

Ein bekanntes Gedicht


Etwas ist dran an ihrem Namen. Die RockShox Lyric RC2DH

 

ist eine der ausgereiftesten Endurogabeln auf dem Markt.

 

 

 

Schon die Bedienung zeugt von ständiger Weiterentwicklung. Die Stellräder für High- und

 

Low- Speed Druckstufe oben rechts, sowie für die Zugstufe am rechten Gabelfuß sind sehr

 

gut zu greifen und rasten einwandfrei ein. Mit Luft befüllt wird die Solo Air links oben.

 

Die Abdeckkappe, die das Ventil vor grobem Schmutz schützt lässt sich von Hand leicht

 

abschrauben. Sehr praktisch ist die auf dem rechten Gabelrohr aufgedruckte SAG-

 

Markierung.

 


Herrschaftlich bescheiden wirkt der schwarze Monarch RC3 Plus neben der weißen Lyric.

 

Der ebenfalls sehr ausgereifte Dämpfer besticht durch Funktionalität.

 

Nach Befüllen des Dämpfers mit Luft kann die Druckstufe über einen Schwenkhebel

 

auf drei Bereiche eingestellt werden.

 

Damit deckt man bei RockShox in Verbindung mit der in mehreren Stufen einstellbaren

 

Zugstufe weitestgehend alle Anforderungen an ein Endurofahrwerk ab.

 

Über die SAG- Skala auf dem Dämpferkolben

 

lässt sich das passende Setup genauso schnell finden wie bei der Gabel.

 

Leider muss man zum verändern des Endanschlags erst mit einem Werkzeug

 

eine Abdeckkappe am Ende des Druckausgleichsbehälters entfernen und dann braucht man

 

noch einen speziellen Adapter, um die Dämpferpumpe am Behälter anzuschließen.

 

Das fördert nicht die Begierde des Bedieners sich diese Einstellmöglichkeit zu Nutze zu

 

machen und somit bewertet der Biker den Dämpfer eventuell zu unrecht falsch.

 

 

 

 

 

Die Piste verrät, warum die Lyric ein Gedicht ist.

 

Die Abstimmung passt bereits nach kurzer Zeit.

 

Kein Losbrechmoment stört das Ansprechverhalten.

 

Wellen mit schnell aufeinander folgenden starken Stößen steckt sie genauso leicht weg wie

 

langsames Bergabtasten mit tiefen Absätzen. Sie ist genauso wie die Lyric Coil mit 35mm

 

Standrohren sehr stabil gebaut. Das Vorderrad wird problemlos dirigiert.

 

Genauso ist es beim Dämpfer. Er wird nicht jedes Reich beherrschen, kann aber jederzeit im

 

Oberen Segment vergleichbarer Dämpfer mithalten. Die drei Stellungen der Zugstufe sind gut

 

gewählt und so ziemlich über jede  Fahrsituation erhaben. Im Noton fühlt sich der Monarch

 

beim Berg rauftreten  so an, als wenn er etwas einsackt. Daraufhin sind die Tester beim

 

touren etwas weniger SAG, also etwas mehr Luftdruck gefahren.

 

Im Bikepark wurde dann der Druck wieder ein wenig gesenkt und dann

 

funktionierte der Dämpfer gut bei der Hatz durch Anlieger und über Kicker.

 

 

 

 

Abrechnung:

 

Marzocchi:

 

Reboundhebel wäre toll.

SR Suntour:

 

Lowspeedrad noch einmal überdenken.

RockShox:

 

Bitte endlich ein vernünftiges Ventil zum Befüllen des Endanschlags im
Ausgleichsbehälter integrieren.




 

 

So haben wir getestet:


Da wir direkt vor den Alpen super Trails zum probieren haben und unser eigens angelegter

 

Testtrail nicht einmal 500 Meter entfernt liegt, konnten wir in Ruhe die Fahrwerke umbauen

 

und nacheinander immer wieder verschieden Dämpferpaare fahren.

 

Zudem bietet unser zirka 15minütiger Rundkurs verschieden Bodenbeschaffenheiten

 

quer und längs zum Hang, sowie zwei Bergauf- Varianten

 

und zwei unterschiedlich schwierige Downhill- Sektionen.

 

Somit konnten wir alle Fahrwerke vernünftig einfahren,

 

bevor wir vier Tage lang den Bikepark in Livigno zu unserer Teststrecke machten.

 

 

 

 

Negativfederweg!


Den SAG stellt man ein, indem man sich auf das Bike setzt und den Betrag um den das

 

Fahrwerk dann bereits eintaucht misst. Dieser Einfederweg sollte in etwa einem Viertel des

 

Gesamtfederweges, des Gesamtdämpferhubes betragen.


Wofür?
Das ganze wird dann logisch wenn man sich vorstellt was geschieht, wenn man diesen so

 

genannten Negativfederweg nicht hätte und ein Schlagloch durchfahren würde.


Zuerst würde das Vorderrad den Bodenkontakt verlieren und dann würde das Bike mitsamt

 

Fahrer in das Loch einschlagen. Dem hingegen  bewirkt der Negativfederweg, dass das

 

Vorderrad um genau diesen Weg ausfedert und mindestens den Boden im Schlagloch um die

 

Bruchteile einer Sekunde eher erreicht, bevor sich der Biker mit seinem Bike in das Loch

 

bewegt. Dann kann in diesem Fall die Gabel die Wucht des Eintauchens dämpfen und

 

verlangsamen. Also gewährleistet der SAG zum Beispiel den Bodenkontakt beim Überfahren

 

von Schlaglöchern.


Bei einem Luftdämpfer befüllt man den Dämpfer mit dem passenden Luftdruck.

 

Dafür gilt in den meisten Fällen die Faustformel Körpergericht durch zehn plus/minus ein Bar.

 

  Bei einem  Stahlfederdämpfer ist die Grundvoraussetzung die passende Federhärte der

 

verbauten Feder. Den SAG stelle man ein, indem man die leicht vorgespannte Feder durch

 

Drehen der großen Federtellermutter auf einer Seite des Dämpfers weiter vorspannt.

 

Ein Trugschluss ist, dass die Federhärte beim spannen der Feder zunimmt.

 

Es fühlt sich eventuell so an, da ja die vorgespannte Feder Energie gespeichert hat,

 

die sie gerne abgeben würde.

 

 

 

Daten:

 

 

RockShox Lyrik Coil: 

 

Feder: Coil

 

Druckstufe

 

Zugstufe

 

Taper

 

Achse: QR20

 

Gewicht: 2.344g

Rock Shox Lyric Air RC2DH:

 

Feder: Solo Air

 

High-/Lowspeed Druckstufe

 

Zugstufe

 

Taper

 

Achse: QR20

 

Gewicht: 2144g

 

 

Rock Shox Monarch RC3 Plus:

 

Feder: Air

 

Druckstufe

 

Zugstufe

 

Bottom Out

 

Gewicht: 367g

 

SR Suntour Durolux TARC2:

 

Feder: Air

 

High-/Lowspeed Druckstufe

 

Zugstufe

 

Travel Adjust  

 

Taper

 

Achse: QR20

 

Gewicht: 2.401g

 

SR Suntour Durolux RC2:

 

Feder: Air

 

High-/Lowspeed Druckstufe

 

Zugstufe

 

Taper

 

Achse: QR20

 

Gewicht: 2.205g

 

 

SR Suntour Durolux RCA:

 

Feder: Air

 

Druckstufe

 

Zugstufe

 

Gewicht: 296g

 

Marzocchi Bomber 55 CR Switch TA:

 

Feder: Luft

 

Druckstufe

 

Zugstufe

 

Travel Adjust

 

1 1/8. Achse: QR20

 

Gewicht: 2.286g

 

 

Marzocchi Roco Coil TST R: Feder:

 

Coil

 

Vorspannung

 

Druckstufe

 

Zugstufe

 

Bottom Out

 

Gewicht: 1022g

 

 

 

 

Marzocchi Roco Air TST R:

 

Feder: Air

 

Druckstufe

 

Zugstufe

 

Bottom Out

 

Gewicht: 491g

   








 

 

 

 



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